

Schüler weihen neues Spielhaus mit Rundtanz ein
Ein weiterer Baustein zur Komplettierung des Duderstädter Grundschulzentrums ist gesetzt: Seit Freitag verfügt die Janusz- Korczak-Grundschule über ein seit langem ersehntes Spielehaus. Darin sind nun alle Spiele, die von den Klassen genutzt werden, untergebracht und können ausgeliehen werden. „Der Clou an der Geschichte ist unser Projekt, das Spielehaus durch die Schüler der viertenKlassen verantwortlich betreiben zu lassen“, erläuterte Schulleiter Manfred Görth im Rahmen der Vorstellung des hölzernen Häuschens am Schulhofrand. Maßgeblich gefördert wurde die Neuerwerbung vom Duderstädter Toom-Markt, dem Schul- Förderverein und der Stadt Duderstadt. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) war es denn auch, der zur Inbetriebnahme des Spielehauses gratulierte und die Gelegenheit nutzte, darauf zu verweisen, dass die Stadt seit 2003 in Unterhaltung und Sanierungvon Sporthallen, Grundschulen und Kindergärten bereits rund 25 Millionen Euro investiert hat.
sr/Pförtner

Können sich sehen lassen: Grundschüler, Berufsschüler, Pädagogen und zwei neue Bänke.
Janusz-Korczak-Grundschule: Förderverein und Berufsschule ermöglichen neue Sitzgruppen
VON KUNO MAHNKOPF
Duderstadt. Nach den Sommerferien werden auf dem Gelände der Janusz-Korczak- Schule fünf neue Sitzgruppen verteilt. Die hölzernen Bank- Tisch-Kombinationen lösen die wackligen Bierzeltgarnitur-Bänke ab, die bislang als Sitzgelegenheit herhalten mussten. „Als Ruhe- und Rückzugsraum und Plätzchen im Schatten können die Sitzgruppen zukünftig ebenso für Spiele wie für die Ganztagsbetreuung genutzt werden“, freut sich Schulleiter Manfred Görth darüber, dass ein lang gehegter Wunsch der Schule in Erfüllung gehen konnte.
Möglich geworden ist das bei verhältnismäßig geringem Kostenaufwand durch die Kooperation von Schul-Förderverein und Berufsschule, die Görth vermittelte. Der Förderverein übernahm die Materialkosten, Berufsschüler die Tischlerarbeiten. Die Kombinationen aus Fichtenholz mit Palisander- Oberflächen bieten Platz für jeweils bis zu zehn Kinder der Grundschule, die im vergangenen Schuljahr von 116 Schülernbesucht wurde. Die Sitzgruppen seien eine Basis für das nächste Jahrzehnt und auch für die Berufsschüler eine bleibende Erinnerung.

Lieder aus der Heimat: Ludmilla und Anatoli Bolsonowski, sowie Paulina und Nicole, singen in der Märchenstunde.
Märchenstunde bringt Menschen einander näher
Integrationsprojekt von Stadt und Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung läuft gut an
Duderstadt. Nach dem Auftaktland Türkei führte die zweite Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Märchen der Völker“ nach Russland beziehungsweise in einige der ehemals der Sowjetunion zugehörigen Länder. Auch diesmal waren sich Akteure und Zuhörer nach der Begegnung einig: Miteinander, in gegenseitigem Verständnis, gelingt das Zusammenleben von Menschen -verschiedener Nationen. Um gegenseitigen Respekt und Anerkennung geht es im Integrationsprojekt, für dessen Konzeption seitens der Stadt
Integrationsbeauftragte Regina Steffens-Grosche und von der Gesellschaft für Arbeitsund Berufsförderung (GAB) Renate Schopferer zuständig sind. Mit der Veranstaltungsreihe wird ein Forum geboten, durch das die alte Tradition des Märchen- und Geschichtenerzählens wieder einen öffentlichen Platz erhält. Menschen aller Altersgruppen und unterschiedlichster Nationen können sich zum Erzählen und zum Austausch über ihre Heimat und Kultur treffen. Anatoli und Ludmilla Bolsonowsky aus Kasachstan, unterstützt von den Janusz-Korczak- Schülerinnen Paulina und Nicole, stellten in den Räumen der GAB heimatliche Lieder vor. Davis Follmer, geboren in Sibirien, erzählte das Märchen vom Frosch und dem Helden Johannes. Inge Asmus steuerte das Märchen von der verlorenen Zeit bei. Auch die Grundschüler der Janusz-Korczak- Schule beleiteten die Märchenstunde mit einer eigens gestalteten Projektwand zu Russland, die es in den Räumen der GAB zu entdecken gibt.

Begeisternde Vorstellung nach 15 Minuten Probe
Kinderoper an der Janusz-Korczak-Schule / Wiener Ensemble spielt gemeinsam mit Schülern
Stunde Aufbau und eine ViertelstundeProbe genügen, um mit der anschließenden Vorführung eine ganze Halle in Begeisterung zu versetzen. Das haben, verstärkt durch Schüler der Duderstädter Janusz-Korczak-Schule, Sänger desWiener Ensembles „Kinderoper Papageno“ bewiesen. Sie haben in der Schule Fidelio, die einzige Oper Ludwig van Beethovens, aufgeführt. Große Augen, offen stehende Münder bei Schülern, Lehrern und Eltern in der Turnhalle der Schule, die mit minimalen Requisiten in eine Opernbühne umfunktioniert wurde: „Absolut perfekt vorbereitet, genial umgesetzt“, fasste Lehrerin Andrea Glorius die Begeisterung der Zuschauer nach der Aufführung in Worte. Da hatten die Künstler – Absolventen
des Konservatoriums der Musikhochschule Wien – nicht nur musikalisches Können, sondern auch Erfahrung und Geschick im Umgang mit jungem Publikum bewiesen. Kindgerecht hatten sie die Oper erzählt und in diese Erzählung die Schüler als Schauspieler einbezogen. Zwölf Schüler hatte Glorius für die Mitwirkung am Projektausgewählt, fünf von ihnen hatten sogar eine Rolle mit Text. Zwei Akte der Oper standen sie
dann mit den Darstellern, die die Gesangseinlagen für die Kinder übernahmen, vor dem Publikum.„Die Kinder waren noch nie so ruhig bei einer Veranstaltung“, macht Glorius deutlich, wie das Stück vor allem die Schüler in seinen Bann gezogen hat. Die Darsteller desWiener Ensembles haben es mit viel Humor und Einfühlungsvermögen geschafft, den Schülern das klassische Stücknahe zu bringen. Immer wieder
wurden die Kinder mit ein bezogen, Passagen erklärt. „Die ganze Oper wurde auf kind gerechte Art und Weise vorgestellt“, so Glorius. Unmittelbar beteiligt waren die Schüler aus den zweiten, dritten und vierten Klassen, als sie gemeinsam die „Ode an die Freude“ sangen. Unvorbereitet waren die Schüler nicht. Glorius hatte in
den vergangenen Wochen mit ihnen geübt und die Vorstellung in der Schule vorbereitet. Dabei sei sie vom Ensemble der Kinderoper mit Material und genauen Anweisungen unterstützworden, berichtet sie.„Musik spielt an unserer Schule eine große Rolle“, begründet Glorius das ungewöhnliche Projekt. Die Entscheidung,
das Wiener Ensemblenach Duderstadt zu holen, bewertet sie nach diesen Erfahrungen und der gelungenen Vorstellung rundum positiv.
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